Habe gerade in der Zeitung gelesen, daß an diesem Sonntag, 20.04.2008 in Münhen der 1. Corratec CityBike Marathon München stattfindet.
Hey super habe ich mir gleich gedacht, daß mal wieder was los ist in München.
Nur liest man, daß das Teilnehmerfeld auf 1300 (???) Starter begrenzt ist.
Was soll man jetzt dazu sagen ?
In einer Großstadt wie München nur 1300 Starter ?
Ich gehöre sicher nicht zu denjenigen, die immer alles gleich runtermachen und wir Sportler sind doch alle absolut positiv gestimmt, wenn wieder ein Event stattfindet. Und in München ist es sowieso ein besonderer Fall wenn sich mal nicht alles nur um Fußball drehen soll.
Beispiele ?
Gerne!
Der alljährliche München-Marathon:
Sicher die größte Laufveranstaltung in München, bei dem auch mal die Straßen vollständig gesperrt werden und auch relativ großes Zuschauerinteresse vorhanden ist.
Nur meine Kritik ist, daß es einfach erbämlich ist, daß der Zieleinlauf im Olympiastadion mehr oder weniger von der Öffentlichkeit abgeriegelt ist und nur die Betreuer Zugangsmöglichkeit haben.
Will aber gleich sagen, daß ich dort noch nie gelaufen bin und letztes Jahr erstmals zugeschaut habe und die Info´s von einem Teilnehmer habe.
Ist es nicht traurig, wenn ein Sportler nach einer großen persönlichen Leistung ins Ziel kommt und kein Mensch zuschaut. Denn anders kann man es doch nicht empfinden, wenn man in ein leeres Stadion einläuft.
Wie schön ist es, wenn der Sportler durch eine Menschenmasse am Streckenrand noch den letzten Kick bekommt, daß er fast auf einer Welle von Glückseligkeit die letzten Meter seines Kampfes bewältigt ?
Leider ist es organisatorisch oft ein großes Problem - und in München besonders - eine geeignete Einlaufzone zu finden.
Bei anderen Citymarathons geht das immer - komisch, oder ?
Nächstes Beispiel: Im letzten Winter (31.12.2006) wurde in München der Skilanglauf-Sprint-Weltcup (Tour de Ski) im Olympiastadion
abgehalten.
(Sicher schon etwas lange her, dient aber nur zur Verdeutlichung !)
Der Termin war sowieso schon extrem ungünstig gewählt - dazu noch das frühlingsfahfte Wetter trug auch nicht zum großen Zuschauerinteresse bei. Daß aber sowenige Zuschauer ins Stadion kommen war
schon mehr als frustrierend. Ebenfalls erbärmlich ! Wenigstens hatte die Kinder einmal (und warscheinlich einzige Möglichkeit im Olympiastadtion auf LL-Ski ein paar Runden zu drehen - mein Sohn
Markus schwärmt heute noch davon). Im vergangenen Winter fand man keine Möglichkeit mehr, diese Veranstaltung zu übernehmen....... Warum wohl ....?
München scheint halt klar eine reine Fußball-Stadt zu sein. Viele andere Sportarten haben sich mehr oder weniger schwer getan Fuß zu fassen und teilweise den Kürzeren gezogen.
Der Sport muß zu den Menschen kommen und nicht anders herum - das ist ganz klar !
Rad-Rennen bzw. - Veränstaltungen sind auch ein Beispiel wie sehr unser Staat den Sport unterstützt.
Wieviele Veranstalter sind schon zum Aufgeben geradezu gezwungen worden, weil die vielen Auflagen bzgl. Straßenverkehrsregelung usw. eine derartige Veranstaltung unmöglich gemacht haben.
In Italien z.B. werden mehr oder weniger einfach die Straßen gesperrt, Basta ! Die Radfahrer fühlen sich super auf gesperrten Straßen zu fahren. Und dementsprechend sind auch die Teilnehmerzahlen bei den Marathons.
Wenn heute ein kleiner Radsportverein ein Rennen veranstalten will, dann ist es ein Spiessrutenlauf zwischen Behörden und Polizei. Dann darf keine Zeitnahme stattfinden weil sonst gar nichts mehr
geht usw und so fort. Von wegen Straßensperre .....! Vergiss es !
da hast Du völlig recht, wir ersticken mittlerweile in der Bürokratie! Das ist schon heftig, wenn eine Sportveranstaltung zum Spießrutenlauf der Organisatoren wird! Aber es gibt auch andere Beispiele: Ich laufe in 4 Wochen wieder den Rennsteiglmarathon, da ist im Zieleinlauf eine solch gigantische Stimmung - da würde keiner mit dem leeren Münchner Olympiastadion tauschen wollen!
Da gehts auf dem letzten km nochmal fast 100hm bergauf - da wird man vom Publikum regelrecht getragen!
Viele Grüße
Petra